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Die "Vau sechzig"

 

Piko V 60 - Foto: Volker Seidel, Münchberg

Robust und schön, die "Vau sechzig" aus Sonneberg in Spur G. Unter der Nummer 37520 wird die wetterfeste Lok mit der Betriebsnummer 260 545-9 von PIKO ausgeliefert. Sie ist für den Digitalumbau vorgesehen und kann in wenigen Stunden mit Sounddecoder, Lichtwechsel und Führerstandsbeleuchtung ausgestattet werden. Alle Bilder auf dieser Seite gibt es als Lightbox: Bitte Bilder anklicken!

 

"Das Vorbild"

Bei der Deutschen Bundesbahn bestand ein Mangel an kleinen Dieselrangierlokomotiven. Ab 1951 wurde deshalb eine neue Rangierlok entwickelt, deren Bezeichnung V 60 lauten sollte. Am Bau und der Entwicklung waren fast alle namhaften deutschen Lokomotivfabriken beteiligt. 1955 wurden die ersten Vorauslokomotiven V 60 001-004 von Krupp, Krauss-Maffei, MaK und Henschel abgeliefert. Insgesamt wurden 942 Lokomotiven der V 60 Typen gebaut. Ab 1968 erhielten die V 60, wie auch alle anderen DB-Lokomotiven, computerlesbare Nummern: Aus der "Vau sechzig" wurden die Baureihen 260 (leichte Ausführung) und 261 (schwere Ausführung). "Unsere" 260 545-9 wurde im Jahr 1960 von Krupp unter der Fabr.-Nr: 3968 als Lok der 2. Nachbauserie geliefert.

 

Sound, Licht, Spielspass …

Die V 60 ist offen!<br>Foto: Volker Seidel, MünchbergFür einen Umbau zur "Soundlok" kann der PIKO-Digitalkit (#36122) in Verbindung mit dem PIKO-Soundkit (#36195) verwendet werden. Da ich bereits einige Lokomotiven auf Basis des ESU LokSoundXL umgebaut habe, entschied ich mich, diesen auch für die V 60 zu verwenden. Zusätzlich ist noch ein Lautsprecher Visaton FRS 5 – Art. No. 2231 8 Ω notwendig.

Das Zerlegen der Lokomotive geht, wenn man sich an die Betriebsanleitung hält, in wenigen Minuten vonstatten. Nicht vergessen darf man die Schraube unter der oberen Verkleidung des langen Motorvorbaues. Am Besten, man hebelt die Abdeckleiste als Erstes aus und löst alle anderen Schrauben, wenn die Lok auf dem Kopf stehend in der Styroporverpackung sicher auf dem Tisch steht. Zur Demontage des Lokgehäuses müssen die beiden Pufferbohlen abgebaut (jeweils 2 Schrauben) und ein Teil der Geländer abgezogen werden. Anschließend wird das Oberteil am kurzen Vorbau angehoben und zum langen Motorvorbau hin abgezogen. Unter dem kurzen Vorbau ist im Beschwerungsgewicht die Öffnung für den Lautsprecher (Visaton FRS 5) und dessen Aufnahme vorgesehen. Es wird wohl das Geheimnis der Konstrukteure bleiben, warum der Lautsprecher hinten und nicht unter dem langen Vorbau untergebracht ist. Der Sound käme, wie beim Vorbild, noch besser zur Geltung, wenn der "Lärm" aus dem Motorvorbau dröhnt!

Der ESU Decoder ist eingebaut! - Foto: Volker Seidel, MünchbergDie rechts im oberen Bild sichtbare Hauptplatine wird für den Digitalumbau nicht benötigt und wandert nach dem Ausbau in die Bastelkiste. Der ESU-Decoder wird aufgrund abweichender Baugröße nur mit doppelseitigem Industrieklebeband auf die graue Halteplatte geklebt, was für einen sicheren Betrieb völlig ausreichend ist. Die Belegung der Anschlussklemmen des Decoders ist unter Beachtung der PIKO-Bedienungsanleitung herzustellen. Bitte beachten Sie den "vertauschten" Lichtanschluss! Hierzu sind in der vorhandenen Zuleitung zu den Lok(LED)laternen die Steckverbindung zu tauschen und die Zuleitungen umzupolen, da sonst die Loklampen nicht leuchten. Ich habe mir dafür aus einem LGB Wagenbeleuchtungsstecker einen neuen Lichtanschluss gebastelt (siehe Bild rechts). PIKO hat das Umstecken der Anschlussleitungen durch den Einbau von Steckverbindungen bereits vorgesehen. Gegebenenfalls ist die Fahrtrichtung durch Umklemmen der Motoranschlüsse oder ein Fahrtrichtungstausch im Decoder (CV 29) notwendig.

Mit Hilfe einer kleinen Eigenbauplatine kann der Führerstand beleuchtet werden (Anschluss an AUX 1). Die Zuleitungen lassen sich im Abgasschacht gut verstecken, lediglich ein kleines Loch ist bauseits zur Durchführung anzubringen. Ich habe die LED auf der Platine oben angebracht und kann somit den Führerstand indirekt beleuchten. Eine farbliche Anpassung der Inneneinrichtung verbessert den Gesamteindruck. Um bei Rangierfahrten eine vorbildgerechte Beleuchtung zu zeigen (vom Führerstand aus gesehen, leuchtet immer nur die untere rechte Lampe), wurden die Anschlussleitungen aufgetrennt und jeweils an AUX 2 und 3 angeschlossen. Bei richtiger Konfiguration des Decoders mittels "mapping" wird das Rangierlicht in Verbindung mit dem Rangiergang gezeigt. Nach Überarbeitung der Soundfiles und Einbau eines "Leerlaufgeräusches" macht das Rangieren mit der "Vau sechzig" richtig Spaß.

Volker Seidel, Münchberg

 

Piko V 60 - Foto: Volker Seidel, Münchberg

Nachdem Umbau kam meine "Vau sechzig" beim Schmalspurfestival 2010 am 23.08.2010 als Rangierlok zum Einsatz. Sie zeigt das Signal Fz 1 – Rangierlokomotivsignal. Alle Bilder auf dieser Seite gibt es als Lightbox: Bitte Bilder anklicken!

Letzte Überarbeitung 23.01.2011
Text, Bilder und © Volker Seidel - MEC 01 Münchberg e.V.
Dieser Umbaubericht ist auch in der GartenBahn 2/2010 erschienen!


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